Einschulung mit 4


Üb. Entscheide zuerst, ob du für oder gegen Einschulung mit 4 bist und mach deine eigene Liste. Dann sieh die gegebene Liste an und diskutiere deinen Standpunkt mit dem Partner.


Einschulug mit 4
dafür
dagegen

1. Das Gehirn kleiner Kindern bietet die besten Lernvoraussetzungen – sie verstehen und befolgen einfache Regeln, sie fragen ständig „warum?“, sie besitzen noch eine natürliche Neugierde auf die sie umgebende Welt. Kleine Kinder versuchen außerdem die Anerkennung der Erwachsenen zu bekommen, was als ein Motivationsfaktor gebraucht werden kann. Durch Loben und Ermutigung kann man ihre Lernmotivation steigern.
2. Es gibt Kinder, die bereits im frühen Alter in vielen Bereichen schon sehr weit entwickelt sind.
Im Kindergarten, können diese Kinder nur bis zu einem gewissen Grad gefördert werden.
Irgendwann kann es passieren, dass Langeweile eintritt. Ein früherer Schuleintritt könnte dies verhindern. Die Kinder können frühzeitig ihr Können ausleben. Es entsteht eine neue Motivation und Herausforderung für die Kinder.
3. Ein Kind, dass eine Vorschule besucht, wird schneller reif. Es gewöhnt sich daran, dass man in einer Gruppe auf andere Rücksicht nehmen muss. Es gewöhnt sich an viele verschiedene Leute – sowohl an Kinder als auch an Erwachsene. Ein Kind lernt in einer Schule schneller, mit anderen Menschen umzugehen. Das wird ihm in seinem späteren Leben sicher sehr nützlich sein.
4. Wegen dem immer größer werdenden Fortschritt in der Medizin werden die Menschen immer älter. Dadurch werden mehr Arbeitnehmer in Kliniken, Altenhäusern usw. gebraucht.
Hinzu kommt auch das die Zahl der Jugendlichen sogar sinkt. Dadurch haben wir sogar bei früherem Einstieg in eine Ausbildung immer noch zu wenig junge Menschen.
5. Umso früher die Eltern ihre Kinder in die Schule schicken, desto schneller können diese anfangen zu arbeiten und damit aufhören, den Eltern auf der Tasche zu liegen. Den Eltern bleibt dann mehr Zeit für sich selbst und das eigene Privatleben.


1. Als Kind kann man noch recht frei und unbeschwert leben. Die Kinder müssen die Möglichkeit haben sich frei zu entfalten und auszuleben. Im freien Spiel können sie ihre Bedürfnisse ausleben.
Ein verfrühter Schuleintritt könnte all dies einschränken. Die Kinder müssen nun über einen längeren Zeitraum sitzen und viele, unterschiedliche Informationen aufnehmen und verarbeiten.
2. Für einige Kinder kann ein zu früher Eintritt in das Schulleben sogar eine Gefahr für die weitere Schullaufbahn darstellen. Viele Kinder sind im Alter von 4 Jahren noch nicht dazu bereit, in einer Schule zu lernen. Es ist oft so, dass von Kindern mehr verlangt wird, als sie bewältigen können. So eine Situation der ständigen Überforderung kann für immer negative Spuren in der Psyche eines Kindes hinterlassen.
3. Die meisten Vierjährigen leben noch in der eingebildeten Welt ihrer Phantasie. Wenn wir solche Kinder in den Rahmen der schulischen Bildung zwingen, reißen wir sie gewaltsam aus dieser heilen Welt und versetzen sie stattdessen in die seriöse Welt der Erwachsenen. Die Kinder werden auf diese Art und Weise eines Teils ihrer Kindheit beraubt.
4. Kinder brauchen in dem jungen Alter wenige und sichere Bezugspersonen. Die Schule verbreitet jedoch Unsicherheit. die Kinder sind mit den Anforderungen in der Schule überfordert.
Beim Pisa- Siegerland Finnland werden die Kinder beispielsweise mit 7 eingeschult.
5. Umso früher ein Kind eingeschult wird, desto früher hat es später seinen Schulabschluss absolviert. Heutzutage gibt es immer mehr Jugendliche, die bereits mit ca. 17 Jahren ihr Abitur absolvieren. In diesem Alter sind die jungen Menschen noch gar nicht in der Lage über einen längeren Zeitraum zu entscheiden, was sie beruflich machen möchten. Sie sind von ihrer Entwicklung noch nicht soweit und haben ganz andere Lebensthemen.
6. Die Methoden der vorschulischen Bildung basieren auf den üblichen Schulmethoden, die aber die angeborene Lernbegierde der Kinder abschwächen können. Vierjährige Kinder sind z. B. in der großen Mehrheit noch nicht dazu fähig, ruhig in Bänken zu sitzen, lange zuzuhören oder sich über einen längeren Zeitraum auf eine Tätigkeit zu konzentrieren.
7. Alleine schon die Möglichkeit, sein Kind so früh einschulen zu können, macht Eltern unsicher. Man macht sich viele Gedanken, ob das Kind mit 5 schon reif genug ist, ob es ausreichend soziale Fähigkeiten besitzt und ob es Freunde finden wird.




 Fragen:

  1. Welche Argumente für oder gegen die frühe schulische Bildung findest du am

  überzeugendsten/ am wenigsten überzeugend?

  2. Kannst du noch andere Argumente für oder gegen Einschulung mit 4 aufführen?

  3. „Früher bedeutet nicht immer besser“. Stimmst du der Aussage zu oder nicht?

  4. Kann ein vierjähriges Kind Regeln und Anweisungen in der Schule verstehen und sich an

  diese halten?

  5. Glaubst du, dass der Schulbesuch im Alter von 4 Jahren den Kindern eher nützen oder

  schaden kann?

  6. Wer sollte darüber entscheiden, ob ein Kind reif genug ist um in die Vorschule zu

  kommen – die Lehrkräfte, Psychologen, Eltern oder vielleicht das Kind selber?

  7. Wie kann man Kinder zum Lernen animieren? Wie kann die Lust aufs Lernen geweckt

  oder gesteigert werden?

 

Die Artikel sind oft polemisch und spiegeln NICHT die Meinung der Autorin des Blogs.

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