Abtreibung


von Tommy Schwarwel

      Üb. 1. Entscheide zuerst, ob du dafür oder dagegen bist und mach deine eigene Liste. Dann sieh die gegebene Liste an und diskutiere deinen Standpunkt mit einem Partner.
 
Eine Abtreibung (auch: Schwangerschaftsabbruch) bedeutet, dass bis zur 12. Schwangerschaftswoche (SSW) die Schwangerschaft durch menschlichen Eingriff abgebrochen werden kann. Das ungeborene Kind wird also abgetrieben. Ärzte, die danach trotzdem noch Eingriffe vornehmen, müssen mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen. Laut STGB § 218 ist eine Abtreibung nicht legal, nur straffrei.

Fakten zum Schwangerschaftsabbruch
Die Abtreibung geschieht entweder durch Medikamente oder Ausschaben und Absaugen des Embryos.

Die Folgen einer Abtreibung können sehr unschön sein, zum Tod der Schwangeren kommt es allerdings durch heutige hygienische Standards und medizinischen Fortschritt fast ausschließlich nur noch in Entwicklungsländern.

Die am weitesten verbreitete Methode zur Abtreibung ist das sogenannte Absaugen, auch bekannt als Vakuumaspiration. Dabei wird das Kind durch einen starken Sog aus der Gebärmutter herausgesaugt und dabei in Stücke gerissen.

Am häufigsten wird der Schwangerschaftsabbruch bei Frauen in der Altersklasse von 20-25 Jahren vollzogen.

Die Abtreibungs-Debatte
Beim Thema Abtreibung stehen sich verschiedene Lager gegenüber. Argumente dagegen werden bspw. von der Kirche angeführt, Argumente dafür bspw. von Feministinnen. Denn die Kirche will das Leben schützen, Feministinnen die Entscheidungsfreiheit der Frauen.
Aber wie ist die Meinung der restlichen Bevölkerung zu dem Thema?


 
von Harm Bengen



Abtreibung

pro

contra

1. Ein Kind, das nicht gewünscht war, hat oft ein schweres Leben. Es erfährt kaum Liebe, verkümmert emotional und kann dann auch nicht mehr glücklich sein. Mit einer rechtzeitigen Abtreibung kann man Babys oder Kindern dieses Leid ersparen.
Abtreibungen müssen also durchgeführt werden, wenn das Kind kein Wunschkind ist. Sonst wachsen immer mehr unglückliche Menschen in unserer Gesellschaft heran.

2. Bei Abtreibung geht, wie in einigen Contra-Argumenten, ersichtlich, darum die Frau für ihre Sexualität zu bestrafen. Dabei wird ihr dann Leichtsinn unterstellt und verlangt, sie solle doch bitte die Konsequenzen tragen.
Es ist absoluter Quatsch, dass der Embryo Schmerzen spürt. Das ist nicht vor der ca. 24 SSW möglich. Allein weil weder das Gehirn, noch die Nerven oder die Verbindungen zwischen beiden in früheren Wochen dazu entwickelt sind.

3. Wie schnell ist die Lust größer als die Vernunft! Keine Verhütung und dann? Ein Kind groß zu ziehen bedeutet sehr viel. Das Leben ändert sich um 180 Grad! Das Geld wird weniger, persönliche Wünsche rücken ganz weit weg oder werden nie erreicht. Ausbildung Studium - Abbruch weil man für das Geld arbeiten muss. Schlafmangel, Streitereien um Erziehung, Schule etc. und dann Trennung und alleinerziehend. Das ist es nicht wert, wenn man es nicht will.

4. „Ich bin PRO SELBSTENTSCHEIDUNGSRECHT DER FRAU. Das ist das wichtigste Argument. Wer, wenn nicht die Frau selbst, soll über einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden dürfen? Niemand ist "pro" Abtreibung. Nur die Frau selbst kann in ihrem speziellen Fall pro Beendigung ihrer Schwangerschaft sein.
Viele der angeblichen Contra-Argumente sind falsch und daher irrelevant.
Abtreibungen führen nicht zu Leichtsinn.“  

5. Bei einer Vergewaltigung ist dies schon noch eine positive Sache. Da die Opfer bestimmt kein Kind austragen wollen, dass sie an diese Tat non-stop erinnert.

6. Eine Frau sollte das Recht haben, selbst bestimmen zu können, wie sie ihre Zukunft gestalten will!


1. Wenn Frauen die Wahl haben, nach einem verunglückten Sexabenteuer das entstehende Baby einfach abzutreiben, müssen sie sich ja zuvor weniger Gedanken um die Verhütung machen. Dabei ist es so wichtig, dass wir mit so etwas Wichtigem wie neuem Leben verantwortungsvoll umgehen.
Aber auch Männer legen weniger Wert auf Kondome, weil die Sexpartnerin zur Not ja abtreiben kann. Aber dadurch besteht auch die Gefahr, dass sich Geschlechtskrankheiten vermehrt ausbreiten.

2. Durch die emotionale Belastung und die Tatsache, sein heranwachsendes Kind "getötet" zu haben, haben viele Frauen Probleme dies zu verarbeiten.
Sie leiden teilweise an Schuldgefühlen und sind vom schlechten Gewissen geplagt.

3. Schon ab der 6. Woche sind in den Händen feine Nervenenden nachweisbar. Diese sind bezeichnend für schmerzleitende Fasern. Bereits ab dem 28. Tag existiert der Nervus trigeminus mit allen drei Ästen im Gesichtsbereich. Dr. Nathansons Verfilmung "Der stumme Schrei", welcher eine Abtreibung zeigt, lässt erkennen wie der Puls des Kindes indem Augenblick, indem der Muttermund gewaltsam geöffnet wird, auf 200 ansteigt.

4. „Damals in der Schule hatten wir das Thema
in Ethik. Unsere damalige Lehrerin hat uns
Bilder von den Embryos gezeigt und auch Fälle die nach der 14ten Woche abgebrochen wurden. Die Bilder haben sehr geprägt, denn man konnte schon gut erkennen, dass es Babys mit Armen, Beinen und Kopf werden. Es kam einen grausam vor, wenn so etwas schön eingebettet im Leibe der Mutter unmenschlich herausgesaugt oder herausgeschabt wird.

5. „Wenn keine gesundheitliche Gefahr für die Mutter oder Vergewaltigung vorliegt, bin ich gegen Abtreibung.
Man muss sich ja dabei vor Augen führen, dass man sein eigen Fleisch und Blut tötet und diese Entscheidung nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Wenn man wirklich so finanzielle Probleme etc. hat, sollte man lieber zu einer Babyklappe, Adoption etc. tendieren. es gibt so viele Paare, die kinderlos sind und gerne welche hätten.“

6. „90% aller Schwangerschaften werden abgebrochen, wenn Downsyndrom diagnostiziert wird. Bei einer Diagnose kann eine Spätabtreibung vollzogen werden, das heißt sogar bis in den neunten Monat. Ein vollkommen lebensfähiges Baby wird abgetrieben, nur weil es sich von der Norm unterscheidet. Das ist fast so wie wenn man Abtreibt weil man kein Mädchen oder Junge will.“

7.Abtreibung ist Mord.”






Übung 2. Schreibe für jeden Punkt aus der Tabelle eine passende Überschrift.


Pro:
Beispiel: 1. Abtreibungen können unglücklichen Kindern vorbeugen


2. …………………………………………………………………………
3. …………………………………………………………………………
4. …………………………………………………………………………
5. …………………………………………………………………………
6. …………………………………………………………………………
Contra:
1. …………………………………………………………………………
2. ………………………………………………………………………...
3. …………………………………………………………………………
4. …………………………………………………………………………
5. …………………………………………………………………………
6. …………………………………………………………………………
                 7. …………………………………………………………………………







Antworten auf die Übung 2:


Pro:

2. Frauenrecht

3. Verantwortung sich selbst gegenüber

4. Fehlinformationen sind kein Contra-Argument

5. Abtreibung wegen einer Vergewaltigung

6. Selbsbestimmung der Frau




Contra:

1. Abtreibungen fördern Leichtsinn

2. Viele Frauen werden nach dem Eingriff depressiv

3. Schmerzen für das Kind

4. Das Absaugen oder Auskratzen

5. Adoptieren oder behalten

6. Abtreibung bei Behinderung

7. Mord



  *Die Beiträge sind oft polemisch und spiegeln NICHT die Meinung der Autorin des Blogs.