Silvester

 

 


Wer in Polen Silvester feiert, stößt auf ganz anderes Brauchtum als in Deutschland. 

 

Was macht man in Polen an Silvester?

Keine Krapfen, kein Bleigießen. Was macht man in Polen in dieser jahrestrennenden Nacht? Wie fast überall auf der Welt sind ein paar Standardmodule dabei: Viel Tanz, viel Musik, Champagner (häufig als Champagner bezeichneter Sekt) und Feuerwerk.

 

Brauchtum

Wenn man im neuen Jahr mehr Glück als im Vorjahr haben möchte, kennt man in Polen ein Brauch: Mit ein bisschen Vorsorge ist das schnell gemacht, wenn auch nicht jederzeit leicht. Man sollte alle Schulden abbezahlen. Und jetzt der Ratschlag: Eine Schuppe des Karpfens vom Weihnachtsabend in das Portemonnaie legen: Das fördert den Geldfluss.

Möchte man das Glück nicht aus dem Haus vertreiben, darf an Silvester nicht mehr geputzt werden. Und der Kühlschrank muss voll sein: Das vermeidet, dass der Besitzer des Kühlschranks arm wird.

Ein weiterer Silvesterbrauch, damit im neuen Jahr alles gut wird: Um Mitternacht alle Uhren aufziehen sowie die Fenster und Türen öffnen. So fühlen sich das neue Jahr und die guten Geister bei Ihnen willkommen; alles, was alt und schlecht war, läuft damit definitiv ab.

 

Partnersuche

Auch ehelose Frauen können die Silvesternacht zur Vorbereitung größerer Veränderungen im eigenen Leben nutzen: Für sie ist es wichtig, nach Mitternacht allen Gesprächen der Gästen zuhören. Der erste männliche Name, der in diesen Unterhaltungen fällt, bedeutet den künftigen Ehemann. So ist zumindest schon klar, welchen Namen der Ehemann tragen wird. Damit das mit der Verehrerschaft bei den Frauen beschleunigt wird, gibt es noch eine Sitte aus Polen: Etwas Mohn in den Schuhen soll dazu führen, dass die Zahl der Verehrer steigt.

 

Neujahrsgruß

Was klingt wie eine neues rockiges Lied aus Schweden, ist ein polnischer Neujahrsgruß: „Szczęśliwego Nowego Roku“ (Glückliches Neues Jahr) Diesen spricht man aus, wenn um Mitternacht angestoßen wird. Oft hört man auch „Do Siego Roku“ ungefähr gleichbedeutend dem deutschen ‚Guten Rutsch‘. Bei beiden Bezeichnungen weiß wirklich niemand genau, was damit gemeint ist.


 

 Karikatur: Stuttmann

 

 

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